EMDR
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist ein
psychotherapeutisches
Verfahren zur Verarbeitung belastender Erinnerungen.
Das dem Verfahren zugrunde liegende AIP-Modell (Adaptive Information Processing) geht davon aus,
dass Erlebtes normalerweise so verarbeitet wird, dass es als vergangenes Ereignis eingeordnet
werden kann. Bei Überforderung kann dieser Prozess unterbrochen werden.
Die entsprechenden inneren Reaktionen bleiben dann so bestehen, dass sie vom Nervensystem
weiterhin wie eine aktuelle Bedrohung behandelt werden. In der EMDR-Behandlung werden diese
Reaktionsmuster gezielt aktiviert und mit bilateraler Stimulation, etwa durch geführte
Augenbewegungen, kombiniert. Ziel ist, dass das Nervensystem auf belastende Erfahrungen nicht
mehr mit einer akuten Bedrohungsreaktion antwortet, sondern diese als vergangen einordnet,
wodurch die emotionale Überwältigung im “Hier-und-Jetzt” nachlässt.
Wichtige Einordnung
EMDR ist kein reines Technikverfahren. Voraussetzung ist eine ausreichende emotionale
Stabilität, Ressourcenarbeit und eine tragfähige therapeutische Beziehung. Ohne diese
Einbettung kann EMDR überfordernd wirken.
EMDR sollte nicht genutzt werden bei:
- akuten Psychosen oder floriden manischen Episoden
-
instabiler Ich-Struktur (z. B. schwere Dissoziation ohne ausreichende
Stabilisierung)
-
akuter Suizidalität oder fehlender Affektregulation
-
schweren Suchterkrankungen ohne Stabilisierung
-
schweren Herz-Kreislauf-Problemen und Augenerkrankungen
Paar‑Sitzungen
Paartherapie bietet einen geschulten, unvoreingenommenen Blick auf die Dynamik Ihrer Beziehung.
Sie schafft einen Rahmen, in dem
beide Seiten wirklich gehört und Gespräche aus festgefahrenen Mustern herausgeführt werden.
Abwehrstrategien und Projektionen
werden erkennbar und können aufgelöst werden. Sie hilft dabei, Ungesagtes sichtbar zu machen,
Missverständnisse zu klären und
Probleme differenziert zu analysieren – sowohl in der Tiefe als auch mit konkreten,
lösungsorientierten Impulsen. Paartherapie leistet
eine wohlwollende „Übersetzungsarbeit“ für Bedürfnisse, Verletzlichkeit und Ängste jenseits von
Schuldzuweisungen, unterstützt die
Übernahme von Verantwortung für den eigenen Anteil und ermöglicht eine ehrliche
Auseinandersetzung mit Gemeinsamkeiten und
Unterschiedlichkeiten. Sie bietet Raum, realistisch zu prüfen, ob und wie Veränderung möglich
ist – und wie der weitere Weg der
Beziehung aussehen kann.
Mögliche Themen:
- Eskalierende Streits mit nachhaltigen Verletzungen;
- Ungleichgewicht von Geben und Nehmen;
- Ringen um Nähe und Abstand;
- “On-Off”-Dynamik;
- Ambivalenz eines oder beider Partner;
- Vertrauensbrüche und Gewalt;
- Sexuelle Konflikte oder Lustlosigkeit;
- Konflikte
zwischen Herkunftsfamilie und Partnerschaft;
- Herausforderung Patchwork-Familie;
- Eltern
bleiben
trotz
Trennung;
- Umgang mit Affären und Sucht;
- Verlust von Augenhöhe- Eifersucht und Verachtung;
Ich habe Erfahrung in der Arbeit mit queeren Paaren und Transpersonen.