Paar‑Sitzungen
Paartherapie bietet einen geschulten, unvoreingenommenen Blick auf die Dynamik Ihrer Beziehung.
Sie schafft einen Rahmen, in dem
beide Seiten wirklich gehört und Gespräche aus festgefahrenen Mustern herausgeführt werden.
Abwehrstrategien und Projektionen
werden erkennbar und können aufgelöst werden. Sie hilft dabei, Ungesagtes sichtbar zu machen,
Missverständnisse zu klären und
Probleme differenziert zu analysieren – sowohl in der Tiefe als auch mit konkreten,
lösungsorientierten Impulsen. Paartherapie leistet
eine wohlwollende „Übersetzungsarbeit“ für Bedürfnisse, Verletzlichkeit und Ängste jenseits von
Schuldzuweisungen, unterstützt die
Übernahme von Verantwortung für den eigenen Anteil und ermöglicht eine ehrliche
Auseinandersetzung mit Gemeinsamkeiten und
Unterschiedlichkeiten. Sie bietet Raum, realistisch zu prüfen, ob und wie Veränderung möglich
ist – und wie der weitere Weg der
Beziehung aussehen kann.
Mögliche Themen
- Eskalierende Streits mit nachhaltigen Verletzungen;
- Ungleichgewicht von Geben und Nehmen;
- Ringen um Nähe und Abstand;
- “On-Off”-Dynamik;
- Ambivalenz eines oder beider Partner;
- Vertrauensbrüche und Gewalt;
- Sexuelle Konflikte oder Lustlosigkeit;
- Konflikte
zwischen Herkunftsfamilie und Partnerschaft;
- Herausforderung Patchwork-Familie;
- Eltern
bleiben
trotz
Trennung;
- Umgang mit Affären und Sucht;
- Verlust von Augenhöhe- Eifersucht und Verachtung;
Ich habe Erfahrung in der Arbeit mit queeren Paaren und Transpersonen.
EMDR
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist ein
psychotherapeutisches
Verfahren zur Verarbeitung belastender Erinnerungen. Es wurde ursprünglich für
Traumafolgestörungen entwickelt, wird heute aber auch bei anderen stressassoziierten
Beschwerden eingesetzt.
Im Kern geht EMDR davon aus, dass belastende Erfahrungen unzureichend verarbeitet im
Nervensystem „gebunden“ bleiben. Durch die gezielte Aktivierung der Erinnerung bei
gleichzeitiger bilateraler Stimulation (z. B. Augenbewegungen) kann die Verarbeitung
angeregt und die emotionale Belastung reduziert werden. Ziel ist nicht das Vergessen,
sondern eine veränderte Einordnung: Die Erinnerung bleibt, verliert aber ihre
überwältigende Wirkung.
Wichtige Einordnung
EMDR ist kein reines Technikverfahren. Voraussetzung ist eine ausreichende emotionale
Stabilität, Ressourcenarbeit und eine tragfähige therapeutische Beziehung. Ohne diese
Einbettung kann EMDR überfordernd wirken.
Kontraindikationen / Vorsicht geboten bei:
- akuten Psychosen oder floriden manischen Episoden;
-
instabiler Ich-Struktur (z. B. schwere Dissoziation ohne ausreichende
Stabilisierung);
-
akuter Suizidalität oder fehlender Affektregulation;
-
schweren Suchterkrankungen ohne Stabilisierung;
-
fehlender Distanzierungsfähigkeit gegenüber belastenden Inhalten.
In diesen Fällen ist EMDR entweder kontraindiziert oder erst nach sorgfältiger
Vorbereitung und Stabilisierung verantwortbar.
EMDR ist kein „Schnellverfahren“ zur Traumalöschung. Seriöse Anwendung bedeutet:
Indikationsprüfung, Tempoanpassung und klare therapeutische Verantwortung.